
In den Missionssiedlungen von Chiquitos und Moxos in Bolivien entstand eine faszinierende Begegnung zwischen europäischer Barockmusik und den Kulturen der indigenen Bevölkerung. Gesang, Instrumentalspiel und Komposition wurden zu einem zentralen Bestandteil des gemeinschaftlichen Lebens. Nach der Vertreibung der Jesuiten im Jahr 1767 bewahrten die Gemeinden dieses musikalische Erbe selbstständig über Generationen hinweg.
Der Coro Urubichá führt diese Tradition bis heute fort. Seine Sängerinnen und Sänger stammen aus einer Region, in der barocke Chormusik nicht als Museumsstück verstanden wird, sondern als lebendiger Teil kultureller Identität. Das a-cappella-Programm eröffnet einen eindrucksvollen Klangraum zwischen europäischem Barock, lateinamerikanischer Spiritualität und jahrhundertealter musikalischer Erinnerung.
Das Konzert bietet die seltene Gelegenheit, eine der außergewöhnlichsten lebendigen Barocktraditionen der Welt kennenzulernen – getragen von Stimmen aus dem Herzen Boliviens.
Pay what you can – Sie zahlen, was Sie können.
Spendenempfehlung: 10 Euro